Werbemittel München

München bietet Unternehmern einen breiten Mix an attraktiven Werbemitteln. Wenn man vom Fernsehen als Werbeträger wegen seiner überregionalen Natur absieht und Printmedien außen vor lässt, um sich alleine auf die öffentlich für jedermann sichtbaren und zugänglichen Werbemittel in München zu konzentrieren, ist Plakatwerbung sicherlich das am massivsten eingesetzte Werbemittel. In einigen Gegenden der Stadt ist diese Art von Werbung so beliebt, dass man auf einem 50 Meter langen Straßenabschnitt ein gutes Dutzend Plakatwände finden kann. Elektrische Plakatwände mit durchlaufenden Plakatbändern existieren, sind aber noch relativ selten. Beinahe alle Bushaltestellen im Stadtgebiet besitzen zwei beleuchtete Plakatwände; außerdem finden sich in den meisten U-Bahnhöfen Plakate. An vielen größeren Stationen gibt es außerdem Leinwände, auf die mittels eines Beamers sowohl statische als auch animierte Werbung sowie Nachrichten, Wetterberichte, Rätsel und sogar Cartoons projiziert werden. Ein Pilotprojekt, die U-Bahnwaggons selbst mit Flachbildschirmen auszustatten wurde zwar durchgeführt, aber schnell wieder fallengelassen.

Für Plakatwerbung sind auch Litfaßsäulen in München weit verbreitet, selbst wenn immer mehr ältere Säulen aus Beton durch modernere ersetzt werden, deren Außenhülle sich drehen kann, um die Werbebotschaft in alle Richtungen sichtbar zu machen. Fahrende Litfaßsäulen, also Automobile, auf denen mit Werbebannern geworben werden kann, existieren zwar, sind aber relativ selten. Häufiger findet man Firmenwägen oder -anhänger mit Werbebotschaften für das jeweilige Unternehmen, die auf Parkplätzen an werbetechnisch attraktiven Verkehrsknotenpunkten abgestellt sind und dies oft Monatelang bleiben.

Für Veranstalter Kultureller Events und Nachtclubs hat es sich in München eingebürgert, kleine Plakate auf Trafohäuschen und Telefonumschaltstationen anzubringen. Dies geschieht nicht wild, sondern völlig legal; die Plakate werden in einem Rahmen befestigt und mittels einer durchsichtigen Plastikscheibe vor schlechtem Wetter geschützt. Offensichtliches Manko ist die geringe Fläche der hier möglichen Werbeplakate - oft wird versucht, dies durch den Einsatz von Signalfarben oder ähnlichem auszugleichen.

Im Gegensatz dazu stehen Großplakate, die in München oft an den Baugerüsten größerer Baustellen angebracht werden. Ein Hotspot für solche Großplakate ist die Münchner Fußgängerzone zwischen Odeonsplatz, Marienplatz und Karlsplatz (Stachus); mit einem solchen Großplakat, Die Kombination ihrer monumentalen Größe mit dem schieren Volumen an Passanten, auf die das Werbemittel wirkt macht sie zu einer attraktiven Methode, eine sehr breite Demographie anzusprechen.

Auch allgemein zugänglich aber im Gegensatz zum Fernsehen lokaler ausgerichtet ist das Radio. Es gibt in München einen lebhaften Radiomarkt, der darauf schließen lässt, dass München sehr aktiv Radio hört, was dieses Medium zu einem äußerst attraktiven Werbeträger macht. Ähnlich verhält es sich mit Kinowerbung: In den vielen gut besuchten Kinos vor allem im Bereich der Stadtmitte werden Werbezeiten äußerst günstig angeboten.

München ist eine Fußballstadt mit drei Traditionsvereinen, die in zwei Stadien spielen. Die Allianz Arena, in der 2006 unter anderem das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft ausgetragen wurde, besitzt seit der letzten Fußballsaison modernste Videobanden, die im Prinzip Flachbildmonitore sind. Solche Banden sind im internationalen Fußball zwar noch nicht Gang und Gebe, sind aber stark im Kommen.

München bietet auch außerhalb des Mainstream interessante Werbemittel; zwei Beispiele hierfür sind mit Spruchbändern und Werbezeppelinen der Himmelswerbung zuzuordnen. Vor allem Werbezeppeline sieht man traditionell gerade im Sommer sehr häufig.